Hate-Speech-Workshops und Krisenkommunikation für Unternehmen
Inhouse-Workshops, Schulungen und Krisen-Briefings für Unternehmen — zu Hassrede, Counter Speech, Cybermobbing, Shitstorm-Management und Mitarbeiterschutz. Wissenschaftlich fundiert, KI-gestützt, bundesweit + online buchbar.
KI-Tool-Integration
Hasskompass-App wird im Workshop als internes Werkzeug demonstriert — Severity-Skala, Counter-Speech-Generator, Dog-Whistle-Erkennung live im Einsatz.
Rechtsrahmen DSA 2024
Workshops sind auf dem aktuellen Stand: DSA (seit Februar 2024 voll wirksam), § 130 StGB, § 618 BGB, ArbSchG. Jede Empfehlung mit Quelle.
Datenschutz inklusive
Verarbeitung serverseitig in der EU. NDA-Standard, anonymisierbare Recap-Materialien. Mitarbeitenden-Daten werden in keinem Workshop verarbeitet.
Deutsche Sprach-Spezialisierung
Linguistische Tiefe statt Übersetzung aus US-Trainings: Dog Whistles, Codes der Rechten, deutsche Rechtslage, deutsche Plattform-Realität.
Individuelles Inhouse-Format
Kein Standard-Paket. Jeder Workshop wird auf Branche, Team-Größe, Vorwissen und konkrete Hass-Erfahrungen des Auftraggebers zugeschnitten.
Formate & Angebote
Tag · für HR-Teams ab 5 Personen
Inhouse-Workshop für HR & Personalabteilung
Mitarbeiterschutz, Mobbing-Prävention und Rechts-Update für HR-Teams. Inhalte: Fürsorgepflicht digital, § 618 BGB, ArbSchG, Hass-Vorfälle erkennen und intern eskalieren, Mitarbeiter-Resilienz stärken, Counter-Speech-Strategien für exponierte Beschäftigte.
Rechts-Update DSA, § 130 StGB, Fürsorgepflicht
Selbstschutz-Modul für exponierte Mitarbeitende
Eskalations-Plan für Hass-Vorfälle im Job
KI-Tool-Demo: Severity-Skala live im Workshop
Halbtags · für Social-Media- und Community-Teams
Community-Management-Schulung
Kommentarspalten moderieren, Counter Speech als Marke einsetzen, Eskalationen frühzeitig erkennen. Praxis mit echten Beispielen aus Kanälen der Teilnehmenden — Faktencheck, Empathie-Brücke, Humor, Solidaritätssignal als Marken-Strategie.
Moderations-Workflows nach DSA
Counter-Speech-Bibliothek für die eigene Marke aufbauen
Severity-Einstufung im Community-Management
Live-Analyse echter Kommentare aus dem Team-Kanal
3 h Intensiv · Kommunikation, PR, GF
Krisenkommunikation bei Shitstorms
Eskalations-Stufen, Reaktions-Playbooks, Sprecher:in-Vorbereitung. Intensiv-Format für Kommunikations- und PR-Teams — wie reagiert die Marke in der ersten Stunde, in den ersten 24 Stunden, in der ersten Woche?
5-Stufen-Eskalations-Modell mit konkreten Triggerpunkten
Statement-Templates für Akut-Phase, Klarstellung, Rückzug
Sprecher:in-Training mit Medien-Coach-Elementen
Playbook-Vorlage zum Mitnehmen
Tag · für Kommunikation, PR, Marketing
Kommunikations-Abteilungs-Workshop
Brand-Voice in polarisierten Themen, Statement-Schreiben, Medien-Training. Wie positioniert sich die Marke zu Hass und gesellschaftlich aufgeladenen Themen — ohne in Aktivismus zu kippen und ohne defensiv zu wirken?
Brand-Voice-Audit für polarisierte Themen
Statement-Schreibwerkstatt mit Live-Feedback
Medien-Training (Print, Funk, Social-Video)
Counter-Speech als Marken-Positionierung
90 Min · für GF, Vorstand, Aufsichtsrat
Leadership-Briefing
Für Geschäftsführung und Vorstand — Strategie, Verantwortung, Entscheidungs-Klärung. Kompaktes 90-Min-Briefing zur Hass-Lage 2026, rechtlichen Pflichten, Mitarbeitenden-Schutz und der Frage: Wofür steht die Marke öffentlich ein?
Hass gegen Mitarbeitende ist 2026 keine Randerscheinung mehr — er ist Wirtschaftsrisiko, Compliance-Thema und Personal-Herausforderung in einem. Vier Entwicklungen prägen die Lage:
1) DSA-Pflichten (Digital Services Act, seit Februar 2024 voll wirksam) zwingen größere Plattformen zu transparenten Melde- und Reaktionsverfahren. Unternehmen, die ihre eigenen Kanäle (Website-Kommentare, Social-Media-Profile, Community-Foren) betreiben, sind als „Hosting-Dienste“ mit-betroffen.
2) Hass gegen exponierte Mitarbeitende (Pressesprecher:innen, Geschäftsführung, Diversity-Beauftragte, BR-Mitglieder) hat seit 2022 stark zugenommen — von koordinierten Shitstorms bis zu individuellem Doxing. Arbeitgeber haben hier eine arbeitsrechtliche Fürsorgepflicht (§ 618 BGB), die zunehmend auch digitale Gewalt umfasst.
3) Hass-Vorfälle eskalieren in Stunden, nicht in Tagen. Wer kein Eskalations-Playbook und keine vorbereiteten Sprecher:innen hat, verliert in der ersten Stunde — und damit oft den ganzen Diskurs.
4) Mitarbeitende erwarten Schutz. Studien (Reset 2024, Amadeu-Antonio-Stiftung 2025) zeigen: Wenn Arbeitgeber nicht reagieren, sinkt das Engagement und die Kündigungsbereitschaft steigt — besonders bei jüngeren und marginalisierten Beschäftigten.
Hasskompass-Workshops setzen genau hier an: rechtssicher, praxisnah, mit KI-Tool-Demo und auf die jeweilige Unternehmensgröße abgestimmt.
Hate Speech als Wirtschaftsrisiko — Reputation, Compliance, Personal
Drei Risiko-Felder, an denen Hass ein Unternehmen treffen kann:
REPUTATION — Ein Shitstorm gegen die Marke (Boykott-Aufrufe, koordinierte 1-Stern-Bewertungen, Hashtag-Kampagnen) erreicht in 24 h ein größeres Publikum als jede bezahlte Kampagne. Ohne vorbereitetes Krisenkommunikations-Playbook gehen Kommunikationsabteilungen in den Reaktiv-Modus — und machen oft drei Fehler: Statement zu spät, Tonfall zu defensiv, Mitarbeitenden-Schutz vernachlässigt.
COMPLIANCE — Wer eigene Kommentar-Bereiche, Community-Foren oder Social-Media-Profile mit User-Generated-Content betreibt, hat seit DSA klare Pflichten: rechtswidrige Inhalte entfernen, Melde-Wege bereitstellen, Transparenz-Berichte erstellen (ab 50 Mitarbeitenden mit eigener Plattform). Verstöße kosten Bußgelder; Reputations-Schaden ist oft höher.
PERSONAL — Mitarbeitende, die für die Marke nach außen sichtbar sind (Sales, Service, Kommunikation, Geschäftsführung) werden Ziel von Hass. Ohne Schutzkonzept, Krisen-Hotline und Selbstschutz-Schulung verlieren Unternehmen Top-Talente — und ziehen weniger nach. Die Fürsorgepflicht (§ 618 BGB, ArbSchG) erstreckt sich nach aktueller Rechtsprechung auch auf digitale Gewalt am Arbeitsplatz.
Counter Speech als Marken-Strategie kann alle drei Felder adressieren — wenn sie vorbereitet, geübt und konsistent ist. Genau das ist Inhalt unserer Workshops.
Inhouse vs. Online — Format-Empfehlung
INHOUSE (Vor-Ort, 1/2–1 Tag) — empfohlen für:
- HR- und Personalabteilungen (Mobbing-Prävention, Rechts-Updates, Selbstschutz-Training)
- Kommunikationsabteilungen (Statement-Schreiben, Brand-Voice in polarisierten Themen, Medien-Training)
- Geschäftsführungs-Runden (vertrauliche Strategie-Sessions, Verantwortungs-Klärung)
- Teams, die intensive Rollenspiele und gemeinsame Reflexion brauchen
ONLINE (Live-Webinar, 90 Min – 3 h) — empfohlen für:
- Verteilte Teams in mehreren Standorten / Ländern
- Leadership-Briefings auf Vorstandsebene (90 Min effizient)
- Akut-Einsätze bei laufenden Hass-Vorfällen (kurzfristig buchbar)
- Community-Management-Schulungen (Plattform-Demos sind online ohnehin nativ)
HYBRID (Vor-Ort + Remote-Anschluss) — empfohlen für:
- Internationale Konzerne mit DE-Standort + Remote-Teilnehmenden
- Train-the-Trainer-Reihen, die später skaliert werden sollen
- Workshops, die Vertiefungs-Module per Online-Folgetermin haben
Wir beraten in der Vorgesprächs-Phase, welches Format zur Frage und zur Zielgruppe passt. Niemand bekommt ein „Standard-Paket“ — jeder Workshop wird zugeschnitten.
Häufige Fragen
Was kostet ein Inhouse-Workshop für Unternehmen?
Preise sind auf Anfrage und hängen von Format (90 Min Briefing bis Tagesworkshop), Teilnehmendenzahl, Reise und individueller Vorbereitung ab. Für gemeinnützige Träger und Stiftungen gibt es einen reduzierten Tarif. Konkretes Angebot innerhalb von 48 h nach Erstkontakt.
Vor-Ort oder Remote — was funktioniert besser?
Wir bieten beides. Vor-Ort-Workshops eignen sich für interaktive Rollenspiele und Tiefen-Reflexion in HR- und Kommunikations-Teams. Remote-Formate sind ideal für verteilte Teams, Leadership-Briefings (90 Min) und Akut-Einsätze bei Shitstorms. Hybrid ist auch möglich.
Ist auch ein englischsprachiger Workshop möglich?
Ja. Workshops werden auf Wunsch in Englisch durchgeführt (DE/EN), inklusive Materialien und Recap. Internationale Teams und multinationale Unternehmen sind regelmäßig Auftraggeber.
Wie wird Vertraulichkeit gewahrt?
Standard ist eine beiderseitige NDA. Inhalte aus Rollenspielen, intern geteilte Hass-Vorfälle und Mitarbeiter-Beispiele verlassen den Workshop nicht. Auf Wunsch arbeiten wir auch ohne schriftliche Dokumentation oder mit anonymisierten Recap-Materialien.
Welche Recap-Materialien gibt es nach dem Workshop?
Standardmäßig: Foliensatz (PDF), Cheat-Sheet zu Counter-Speech-Strategien, Eskalations-Stufen-Karte für Shitstorms, kuratierte Linkliste zu Rechts-Updates (DSA, § 130 StGB) und einen Aktionsplan-Vorlage. Für Inhouse-Kunden ergänzend ein internes Playbook (auf Anfrage).
Was ist Counter Speech?
Counter Speech (Gegenrede) ist die zivile, faktenorientierte und/oder solidarische Reaktion auf Hassrede im Netz. Ziel ist nicht primär die Bekehrung der hasspostenden Person, sondern die Wirkung auf die mitlesende Mehrheit (Cyberbystander).
Für welche Zielgruppen eignet sich Unternehmens-Workshop zu Hass im Netz?
Schulen, NGOs, Multiplikator:innen, Community-Management-Teams und alle, die regelmäßig mit digitaler Gewalt umgehen. Wir passen Inhalte und Beispiele an.